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Hier erfahren Sie mehr über den Luchs in Hessen

Aktuell – neue Meldungen über den Luchs in Hessen

Mai 2017

Eine Reihe von Zufallsaufnahmen bei Nentershausen legen nahe, dass sich im Kreis Hersfeld-Rotenburg ein Luchspaar gefunden hat und möglicherweise Nachwuchs ins Haus steht. Die Fotos gelangen am 10. April um 9 Uhr direkt an einer Kreisstraße. Die beiden Tiere ließen sich an die zehn Minuten aus dem Auto beobachten. Einer der Luchse rollte sich einige Male auf den Rücken, was als Paarungsverhalten gedeutet werden kann.

Die zweite Aprilwoche ist für ein Ranzgeschehen eigentlich etwas zu spät. Üblicherweise paaren sich die Tiere von Januar bis März. Deshalb wurde zunächst eine Luchsin mit einem fast erwachsenen Jungtier vermutet. Ein vergrößertes Foto zeigt aber bei dem „linken“ Luchs eindeutig männliche Genitalien. Da bei einem vorjährigen Jungtier die Hoden kaum ausgebildet wären, belegt die Nahaufnahme einen erwachsenen männlichen Luchs. Und da sich adulte Kuder aus dem Weg gehen, ist das „rechte“ Tier mit Sicherheit eine Luchsin.

Gut eine Woche später traf ein Jäger bei Cornberg gegen 17 Uhr auf einen Luchs, der auf einem Forstweg unterwegs war. Da der Wind günstig stand und der Beobachter Tarnkleidung trug, kam das Tier bis auf 30 Meter heran. Dabei gelangen etliche Fotos. Nach etwa zwei Minuten verließ der Luchs „in aller Ruhe“ den Schauplatz.

Fellvergleiche ergaben, dass dort mit hoher Wahrscheinlichkeit der Luchs „Yuki“ abgelichtet wurde. Das Tier wurde im Kreis Hersfeld-Rotenburg bereits durch eine Fotofalle identifiziert und zuvor bei Spangenberg (Schwalm-Eder-Kreis) mehrfach nachgewiesen. Mittlerweile gilt als sicher, dass es sich bei „Yuki“ um einen Kuder handelt, der im letzten Jahr aus Niedersachsen zugewandert ist. Dies belegen u.a. Foto- und Gennachweise, die im April 2016 im Nationalpark Harz gewonnen wurden.

Die Aufnahmeorte bei Cornberg und Nentershausen sind etwa 6 km Luftlinie voneinander entfernt. Es ist also nicht abwegig, dass der Kuder bei Nentershausen ebenfalls „Yuki“ ist. Die Fotoreihe gibt das allerdings nicht her.
 

Kuder aus dem Harz genetisch nachgewiesen

In den Wäldern bei Spangenberg (Schwalm-Eder-Kreis) dokumentiert das Foto-Monitoring seit einigen Monaten immer wieder einen Luchs, der offenbar neu zugewandert ist. Da das Tier bislang das benachbarte Streifgebiet des Kuders „Felux“ strikt gemieden hat, könnte es sich ebenfalls um einen männlichen Luchs handeln. Ein eingewandertes Weibchen hätte Hoffnung auf Nachwuchs geweckt.

Durch den Einsatz von zwei speziellen Spürhunden konnten zudem sieben Kotproben von Luchsen eingeholt werden. Ihre genetische Auswertung bestätigte zwei männliche Tiere im Gebiet des Foto-Monitorings. Bei einem der Kuder belegte das Genprofil seine Herkunft aus dem Harz, wo er im April 2016 zum letzten Mal nachgewiesen wurde. Er ist damit der dritte Luchs, der nachweislich von dort nach Hessen eingewandert ist. 2009 kam der telemetrierte Kuder M2 und 2012 ein männliches Jungtier mit Mikrochip, das auf der A44 bei Zierenberg überfahren wurde.
Der jetzt genetisch nachgewiesene Harzluchs könnte durchaus jenes bislang unbekannte Tier sein, das bei Spangenberg in die Fotofallen gegangen war. Im Rahmen einer Patenschaft der Spangenberger Burgsitzschule gaben die Kinder dem Neuzugang den Namen „Yuki“.

Wolf im grenznahen Sauerland
Wolf südöstlich von Brilon (NRW); Foto: LANUV NRW

Ende Februar wurde südöstlich von Brilon (NRW) ein „wolfsähnliches Tier“ beobachtet, das parallel zu einer Landstraße lief. Es konnte aus einem Auto heraus fotografiert werden. Experten der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“ haben bestätigt, dass es sich um einen Wolf handelt. Sein Geschlecht war anhand der Fotos nicht zu erkennen. Auch der Aufnahmeort zwischen Hoppecke und Bontkirchen wurde überprüft. Er liegt nur wenige Kilometer von der hessischen Landesgrenze entfernt.

Luchs am Riss fotografiert

Anfang Februar gelangen im Kaufunger Wald bei Helsa (Landkreis Kassel) mehrere Aufnahmen eines Luchses an seinem Riss. Der zuständige Revierleiter hatte eine Fotofalle installiert, nachdem er eine Schleifspur entdeckt hatte, die zu einem gerissenen Reh führte. Das Beutetier hatte der Luchs mit Reisig und Schnee verblendet, sodass es auf den ersten Blick nicht zu erkennen war.


In den folgenden Nächten kehrte das Tier mehrfach zu seinem Riss zurück. Ein Fellvergleich ergab, dass auf den Bildern mit hoher Wahrscheinlichkeit der Kuder „Felux“ zu sehen ist, zu dessen Streifgebiet auch der Wald bei Helsa gehört.

Gatterwild von Luchs gerissen

In der Nacht zum 20. Januar wurden in einem Gehege bei Söhrewald (Landkreis Kassel) sieben Stück Damwild gerissen. Betroffen waren ausschließlich Alttiere und Kälber, die alle nur einen Kehlbiss aufwiesen. Ansonsten waren sie unversehrt. Noch am selben Tag dokumentierten zwei Luchsbeauftragte die Situation. Zahlreiche Pfotenabdrücke neben den toten Tieren und auch die Art und Größe der Bisse belegten, dass nur ein Luchs als „Täter“ in Frage kam.


Der Gehegezaun war nicht schadhaft, aber von einem Luchs problemlos zu überklettern, da er nicht elektrisch gesichert war. In solchen Fällen bieten die Regierungspräsidien den Tierhaltern fachliche Beratung zur Optimierung der Umzäunung an.

Die Tötung mehrerer Beutetiere (surplus killing) wurde noch nie bei Luchsen beobachtet, die in freier Natur jagen. In seltenen Fällen kommt sie aber in Gehegen vor, wenn dort die Nutztiere keine Fluchtmöglichkeit haben. So gab es im April 2016 Mehrfachtötungen in einem Damwild-Gatter in der bayerischen Rhön. Im Dezember riss der Kuder „Friedl“ bei Leibertingen (Baden-Württemberg) drei Schafe und zwei Ziegen und im Januar 2017 wurden bei Lobach (Niedersachsen) sieben Kamerunschafe durch einen Luchs getötet.

Luchs besucht Jäger am Hochsitz

Mitte Dezember war ein Jäger im Seulingswald (Kreis Hersfeld-Rotenburg) auf Ansitzjagd. Kurz vor Sonnenuntergang entdeckte er einen ausgewachsenen Luchs, der sich zielstrebig auf seinen Hochsitz zu bewegte. Das Tier blieb schließlich wenige Meter vor der Leiter stehen und schaute zu dem Weidmann hoch. Dem Jäger gelang eine Videoaufnahme mit seinem Mobiltelefon.


 

Der Aufnahmeort wurde mittlerweile vom zuständigen Luchsbeauftragten überprüft. Damit gilt das Video als weiterer C1-Nachweis im Landkreis. Bereits im Januar 2016 war bei Rotenburg ein Luchs fotografiert worden, der bei etlichen Begegnungen mit Menschen wenig Scheu gezeigt hatte. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich damals um dasselbe Tier gehandelt hat.

Kamera-Monitoring in Nordhessen

Ende Oktober ist die neue Projektphase des Kamera-Monitorings in Nordhessen angelaufen, das wieder von Biologen der Universität Göttingen durchgeführt wird. 80 Fotofallen wurden an 40 Standorten im Landkreis Kassel, im Werra-Meißner-Kreis und im Schwalm-Eder-Kreis installiert. Ziel ist die Ermittlung des Luchsbestandes in den Waldgebieten südöstlich von Kassel, der sich im Frühjahr 2016 als rückläufig herausgestellt hatte. Damals konnten von den sechs im Vorjahr identifizieren Tieren nur noch drei Luchse nachgewiesen werden. Als mögliche Ursache für den Rückgang wurde eine Infektion mit der Fuchsräude vermutet. Bis März 2017 soll nun erforscht werden, ob sich der Bestand erholen konnte.

Schon in der ersten Nacht tappte der bereits bekannte Kuder „Felux“ in eine der Fotofallen im Werra-Meißner-Kreis. Das Tier ist augenscheinlich gesund. Das frühe Foto werten wir als gutes Omen dafür, dass im Laufe des Winters noch weitere Luchse nachzuweisen sind. Dazu können womöglich auch spezielle Spürhunde beitragen, die darauf abgerichtet sind, den Kot von Luchsen zu finden. Sie sollen in dieser Projektphase erstmals eingesetzt werden. Mehr dazu in der Pressemitteilung der Universität Göttingen.

Luchsbericht 2016

Im Erfassungsjahr 2015/16 ist die Zahl der Landkreise mit sicheren Luchsnachweisen größer geworden. Andererseits hat sich der Bestand im bisherigen „Hotspot“ südöstlich von Kassel deutlich reduziert. Das geht aus dem „Luchsbericht 2016“ (pdf·1,6 M) hervor, den Umweltministerin Priska Hinz am 16.08.2016 vorgestellt hat.

Karte hessischer Luchshinweise aus dem Zeitraum 01.05.2015 – 30.04.2016

Von Mai 2015 bis April 2016 gingen beim Arbeitskreis Hessenluchs 145 Meldungen ein. Darunter 79 Nachweise (C1) und 63 Hinweise (C3). Hinzu kamen drei bestätigte Fährten (C2). Die Zahlen aus den Landkreisen und die neue Verbreitungskarte stehen bereits seit einiger Zeit separat im Netz.

Die zahlreichen Nachweise durch Kamera-Monitoring in den Wäldern südöstlich von Kassel belegen nur wenige residente Luchse, da dieselben Tiere im Laufe der Zeit mehrfach fotografiert werden. Dabei wird jedes Foto als Einzelnachweis gezählt. So wurden dort in der ersten Projekt-Phase bis Sommer 2015 lediglich sechs selbständige Luchse identifiziert. Weitere unentdeckte Tiere konnten mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Der Bestand in diesem Gebiet ist offenbar rückläufig. Im Winter 2015/16 konnten nur noch drei Luchse nachgewiesen werden. Neben der Luchsin F7, die im November 2015 wegen starkem Räudebefall eingeschläfert worden war, wurden zwei weitere adulte Tiere nicht mehr von den Fotofallen registriert. Es ist zu vermuten, dass auch sie an der Fuchsräude verendet sind. Zudem ist zu befürchten, dass auch die drei Jungtiere von F7 infiziert wurden und der Milbenkrankheit erlegen sind.

Im Erfassungsjahr 2015/16 kamen erstmals C1-Nachweise aus dem Main-Kinzig-Kreis und dem Landkreis Fulda. Im Vogelsbergkreis und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg konnte erneut ein Luchs nachgewiesen werden.

Die Pressemitteilung des Umweltministeriums zum „Luchsbericht 2016“ finden sie hier.

Erster Fotonachweis im Landkreis Fulda

Ende März 2016 gelang bei Ehrenberg (Rhön) die Infrarot-Aufnahme eines Luchses. Der erste C1-Nachweis im Landkreis Fulda. Die Fotofalle war im Rahmen des Wildkatzen-Monitorings im Biosphären-Reservat Rhön ausgebracht. Das Foto erreichte uns Anfang Mai, da die Kamera erst zu diesem Zeitpunkt ausgewertet wurde.

Bereits im August 2015 wurde in der hessischen Rhön eine Luchsin mit zwei Jungtieren beobachtet. Im vergangenen Winter wurden auch Fährten gefunden. Luchsnachweise und Beobachtungen gibt es auch im angrenzenden Bayern. Mehr dazu auf der Landkreis-Seite.

Wolf bei Marburg überfahren

Am 6. Mai 2016 entdeckte ein Radfahrer neben der L 3088 bei Marburg einen toten Wolf. Der junge Rüde war offensichtlich überfahren worden. Genetische Untersuchungen des Forschungsinstituts Senckenberg ergaben, dass das Tier aus Ostdeutschland zugewandert war. Wie die hessische Wolfsbeauftragte Susanne Jokisch mitteilte, sei die Zuordnung zu einem bestimmten Elternpaar nicht möglich. Die DNA lege aber eine Herkunft aus der Lausitz nahe. Von einer Obduktion beim Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin erwartet man weitere Erkenntnisse.

Es ist nicht auszuschließen, dass bei Marburg jener Wolf zu Tode kam, der im März in Nordhessen fotografiert werden konnte. Der Nachweis ist aber nicht zu erbringen, da es von jenem Tier bislang kein Genprofil gibt, das einen Vergleich ermöglichen würde.

Weitere Informationen und den Link zum Meldebogen für Wolfshinweise finden Sie auf unseren Seiten zum Wolf in Hessen.

Der Luchs in den Landkreisen

Die „veralteten“ Beiträge der aktuellen Seite wurden früher nur intern archiviert. Wir machen sie nun nach und nach auf unseren Landkreis-Seiten zugänglich. Dort wurden mittlerweile die interessantesten Luchshinweise aus acht Kreisen und einem Stadtgebiet zusammengestellt und aktualisiert.

Faltblatt als Download

Das Faltblatt „Der Luchs ist zurück in Hessen“ (pdf·1 MB), das das Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem AK Hessenluchs herausgegeben hat, steht nun auch als Download im Netz. Es enthält einen kurzen „Steckbrief“ des Luchses und beantwortet die häufige Frage nach der Gefährlichkeit der Tiere für Menschen und Hunde. Thema ist auch die Perspektive des bislang kleinen, hessischen Luchsbestands.


Weiter finden Sie auf den Seiten des Arbeitskreises Hessenluchs:


Luchs in Überwachungskamera

  • Die Telefonnummern der Luchsbeauftragten in Ihrem Landkreis, die Ihre Luchsbeobachtung (Sichtung, Rissfund, Fährte, Ruf) gerne entgegennehmen und ein offenes Ohr für Ihre Fragen zum Thema Luchs haben.
  • Unser virtuelles Merkblatt Luchsspuren hilft bei der Identifikation von Luchsnachweisen aller Art.
  • Unter dem Stichwort Der Luchs finden Sie einen Rückblick auf die Einwanderung der Luchse in unser Bundesland und wichtige Daten zu ihrer Biologie.
  • Die jährlichen Luchsberichte (pdf·1,6 M) dokumentieren die neuere Entwicklung.
  • Außerdem bieten wir ausgewählte Artikel aus der Presse zum Thema „Luchs in Hessen“
  • und kündigen interessante Luchs-Veranstaltungen an.
  • Auch die Wölfe finden bei uns ein Refugium. Wir haben die Beobachtungen in Hessen zusammengestellt.
  • Auf der Seite „Über uns“ erfahren Sie, wer hinter dem „Arbeitskreis Hessenluchs“ steckt.

 

Video rechts:
Ende September 2005 lief bei Marburg ein Luchs durch den Aufnahmebereich einer Überwachungskamera.

Mobile Fotofallen sind einsatzbereit
Luchs in Fotofalle in Hessen / Schwalm-Eder-Kreis
Schnappschuss mit Selbstauslöser
(zum Vergrößern klicken)

Der Arbeitskreis verfügt über mobile Fotofallen, die im Werra-Meißner-Kreis und im Rhein-Main-Gebiet „stationiert“ sind. Sie sind jederzeit einsatzbereit, wenn aus irgend einem Teil Hessens ein gerissenes Wild- oder Nutztier gemeldet wird, das von einem Luchs erbeutet wurde. Wichtig ist, dass das gerissene Tier dann unberührt am Fundort verbleibt und möglichst rasch ein für den Landkreis zuständiger Luchsbeauftragter informiert wird. Da der Luchs in der Regel mehrfach zu seiner Beute zurückkehrt, sind die Chancen gut, dass er dabei die Fotofalle auslöst. Wir installieren die Spezialkamera stets in Absprache mit dem Jagdausübungsberechtigten. Bei Nutztieren (Schafe, Ziegen, Gatterwild) wird natürlich der Besitzer hinzugezogen.

Rückblick: Die vergangenen Monate

Zwei Luchsbegegnungen am selben Tag

Im hessischen Spessart (Main-Kinzig-Kreis) gelangen am 15. März 2016 zwei weitere Fotonachweise. Gegen 8 Uhr konnte zunächst an einem Waldrand bei Sinntal-Sterbfritz ein Luchs fotografiert werden, der es nicht sonderlich eilig hatte und sich gut zwei Minuten zeigte. Anfangs war er vom Beobachter nur 20 m entfernt. Das Foto gelang dann erst aus größerer Distanz. Gegen 17 Uhr traf dann ein Autofahrer bei Sinntal-Weichersbach auf einen Luchs, der am Straßenrand hinter der Leitplanke unterwegs war. Das Tier ließ das Auto vorbeifahren und überquerte dann gelassen die Fahrbahn. Der Fahrer hielt in 50 m Entfernung an und stieg aus, um zu fotografieren. Auch das brachte den Luchs nicht aus der Ruhe. Er entfernte sich ohne Hast über eine große Wiese und konnte so 10 Minuten lang beobachtet werden.

Die beiden Aufnahmeorte sind nur 2 km Luftlinie voneinander entfernt. Es liegt daher nahe, dass an diesem Tag derselbe Luchs zweimal fotografiert wurde. Auch beim ersten C1-Nachweis im Main-Kinzig-Kreis im Dezember könnte es sich um dieses Tier gehandelt haben.
Mehr dazu auf der Landkreis-Seite.

Erneuter Fotonachweis bei Rotenburg

Im Winter 2015/2016 wurde im Umland von Rotenburg (Kreis Hersfeld-Rotenburg) immer wieder ein Luchs beobachtet, der wenig Scheu zeigte. Auf der Jagd nach Mäusen und Kaninchen kam er bis an die Dorfränder und wurde auch schon auf einem Friedhof gesehen. Menschen ließ er bis auf 10 m herankommen, ehe er sich zurückzog. Das Verhalten des Tieres ließ nicht zwingend auf einen „zahmen Luchs“ aus einem Gatter schließen. Ganz offenbar verband er Menschen nicht mit Futter, sondern hielt die Zweibeiner einfach nur für ungefährlich. Vermutlich hatte er noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Es ist denkbar, dass es sich um dasselbe Tier handelte, das bereits im Juli 2015 bei Rotenburg fotografiert wurde. Ende Januar 2016 gelangen einige Aufnahmen, die den Luchs beim Mäusefang auf einer Wiese zeigen.


 

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©2017 Arbeitskreis Hessenluchs – Kontakt: Gerd Bauer – eMail: gerdbauer33@AOL.com – Tel.: 0611 - 84 65 43