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Der Luchs im Main-Kinzig-Kreis

 

Luchsbeauftragte im Main-Kinzig-Kreis
Main-Kinzig-Kreis

Haben Sie einen Luchs gesehen, eine „verdächtige“ Fährte entdeckt, ein gerissenes Wild- oder Nutztier gefunden? – Dann informieren Sie bitte einen Luchsbeauftragten:

  • Martin Hamburger: 06051 – 97 78 85,
    Mobil: 0174 – 986 72 97
  • Andreas Höfler: 06055 – 9 39 29 78,
    Mobil: 0151 – 53 70 63 20
  • Gisela Rösch: 06661 – 60 96 69,
    tagsüber: 06661 – 96 45 25

Mehr Informationen auf der Seite Luchshinweise melden.

Im hessischen Spessart, dem 74.000 ha großen, zusammenhängenden Waldgebiet im Osten des Landkreises, reichen die Beobachtungen bis in die späten neunziger Jahre zurück. Berichtet wurde, dass damals Forstbeamte am hellen Tag auf einen Luchs trafen, der sie auf 30 m herankommen ließ. Allerdings gibt es aus dieser Zeit keine konkreten Aufzeichnungen. Doch seither werden aus den Spessartwäldern regelmäßig Sichtungen gemeldet. 2005 konnte in einem Wildgatter bei Linsengericht ein totes Dam-Schmaltier als Luchsriss bestätigt werden. Im selben Jahr traf ein Jäger bei Eidengesäß auf eine Luchsin mit Jungtier. Beobachtungen und Nachweise gibt es auch im angrenzenden Bayern: 2015 geriet bei Lohr am Main ein Luchs in den Sensorbereich einer Fotofalle. Im März 2016 gelang ein Fotonachweis bei Hammelburg.

Erster C1-Nachweis

Im Dezember 2015 fotografierte ein Forstmann bei Sinntal einen Luchs, der wenig Scheu zeigte. Der erste C1-Nachweis im hessischen Spessart und damit auch im Main-Kinzig-Kreis. Das Foto gelang mit einem Mobiltelefon, dem ein Fernglas vorgehalten wurde. Der Aufnahmeort wurde von der zuständigen Luchsbeauftragten durch ein Kontrollfoto bestätigt.

Luchs bei Sinntal (Main-Kinzig-Kreis) (Foto: Christian Rietz-Nause/Hessen-Forst)
(zum Vergrößern klicken)

Der Förster war am frühen Nachmittag im Wald unterwegs, als der Luchs plötzlich 30 m hinter ihm auftauchte. In dieser Distanz folgte er dem Forstmann etwa 150 m weit. Als dann die Kinder des Försters dazu kamen, verschwand der Luchs im Unterholz. Wenig später zeigte sich das Tier erneut auf 50 m und konnte fotografiert werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Luchs aus einer Gatterhaltung stammt und sein wenig scheues Verhalten so zu erklären ist. Allerdings kennen wir aus Nordhessen mehrere solcher „Nahbegegnungen“, an denen auch der telemetrierte Harzluchs M2 beteiligt war, der nachweislich im Freiland geboren wurde. Möglicherweise geben die im Harz von 2000 bis 2006 ausgewilderten Gatterluchse ihre „guten Erfahrungen“ mit dem Menschen auch an ihre Nachkommen weiter.

Neue Hinweise

Ende Januar 2016 waren bei Schlüchtern-Herolz zwei Luchse gemeinsam unterwegs. Der Beobachter beschrieb sie als ungefähr gleich groß. Naheliegend wäre ein Paar, das sich zu Beginn der Ranzzeit gefunden hatte. Es könnte sich aber auch um eine Luchsin mit einem fast erwachsenen Jungtier gehandelt haben. Im Februar 2016 zeigte sich dann ein Luchs bei Sinntal-Schwarzenfels. Es ist denkbar, dass dort derselbe Luchs gesehen wurde, der bereits im Dezember 2015 fotografiert werden konnte.


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©2017 Arbeitskreis Hessenluchs – Kontakt: Gerd Bauer – eMail: gerdbauer33@AOL.com – Tel.: 0611 - 84 65 43