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Der Luchs im Vogelsbergkreis

 

Luchsbeauftragte im Vogelsbergkreis
Vogelsbergkreis

Haben Sie einen Luchs gesehen, eine „verdächtige“ Fährte entdeckt, ein gerissenes Wild- oder Nutztier gefunden? – Dann informieren Sie bitte einen Luchsbeauftragten:

  • Michael Jüngling: 06044 – 3852, Mobil: 0176 – 40 12 43 47
  • Andreas Mohr: 06041 – 826 40, Mobil: 0160 – 282 80 15
  • Michael Reeker: 06045 – 56 22, Mobil: 0175 – 401 89 18
  • Stefan Wern: 06045 – 4666, Mobil: 0171 – 817 44 26

Mehr Informationen auf der Seite Luchshinweise melden.

„Cooler“ Luchs im Schlitzer Land

Im April 2011 gelang der erste handfeste Luchs-Nachweis im Landkreis. Nächtliche Fotoaufnahmen aus einem Waldareal bei Schlitz belegen ein erwachsenes Tier, das offenbar beim Jagen angetroffen wurde.

Der Luchs saß in der Dämmerung auf einem Fahrweg und interessierte sich augenscheinlich für etliche Rehe, die etwas weiter weg auf einer Wiese ästen. Ein Jäger konnte mit seinem Fahrzeug bis auf 15 Meter an das Tier heranfahren und vom Auto aus fotografieren. Der Luchs blieb unbeeindruckt.

Luchs im Vogelsbergkreis (Foto: Helmut Karn)
(zum Vergrößern klicken)

Erst als der Jäger ausstieg und einige Schritte auf die große Katze zuging, stand das Tier auf und entfernte sich ohne Hast.

In den letzten Jahren gab es bereits etliche Luchsbeobachtungen im Vogelsbergkreis. Etwa bei Schotten, Altenschlirf, Birstein, Mücke und Ulrichstein. Bereits 2005 dokumentierte ein Jagdaufseher bei Schotten ein totes Reh, das von einem Luchs gerissen worden war.


Fotofallen brachten keinen Luchsnachweis

Von 2011 bis 2013 betrieb das Forstamt Schotten in seinem Bereich ein Kamera-Monitoring mit 10 Fotofallen. Damit konnten etliche Wildkatzen dokumentiert werden. Die Vogelsbergluchse erwiesen sich allerdings als „kamerascheu“.

Auch das von Hessen-Forst FENA durchgeführte Fotofallen-Projekt (Oktober 2013–April 2015) blieb ohne Luchsnachweis. Allerdings konnte der erste Fischotter im Landkreis nachgewiesen werden. Die 47 Fotofallen in den Forstamtsbereichen Schotten, Romrod und Burghaun dokumentierten zudem zahlreiche Wildkatzen.

Luchs im Vogelsberg gefilmt

An einem Morgen im August 2015 saß ein Förster im Staatswald des Forstamtes Burghaun im Vogelsberg und wartete auf Wild. Gegen 8 Uhr sah er in großer Entfernung ein Tier, das sich im Fernglas als Luchs ausmachen ließ. Die Großkatze näherte sich dem Ansitz bis auf 10 Meter und verschwand dann im Unterholz – ohne den Beobachter zu bemerken. Dabei gelangen eine Videoaufnahme und zahlreiche Fotos. Der erste C1-Nachweis im Vogelsbergkreis seit April 2011. Damals hatte ein Jäger einen Luchs in der Dämmerung fotografiert.

 

Der erneute Nachweis ist besonders bemerkenswert, da das Fotofallen-Projekt von Hessen-Forst FENA (Oktober 2013 – April 2015) im Vogelsbergkreis keinen Luchs nachweisen konnte. Der Forstmann beschrieb ein Tier mit „jugendlichem Habitus“. Vermutlich ist er also einen vorjährigen Jungluchs begegnet, der auf der Suche nach einem eigenen Streifgebiet gerade erst zugewandert war.

Goldschakal erstmals in Hessen

Mitte August 2015 wurde im Vogelsbergkreis ein Goldschakal fotografiert. Die Aufnahme gelang einem Jäger in der Nähe von Schlitz. Dieser erste Nachweis in Hessen wurde inzwischen von Experten bestätigt. Das Umweltministerium geht davon aus, dass das wolfsähnliche Tier aus Süddeutschland zugewandert ist. Das eigentliche Verbreitungsgebiet von Canis aureus liegt in Südosteuropa, von wo aus Einzeltiere seit Ende der achtziger Jahre immer wieder Richtung Nordwesten wandern. In Österreich konnte ein Goldschakal erstmals 1987 nachgewiesen werden, in Italien, Tschechien, Ungarn und Kroatien werden mittlerweile vermehrte Vorkommen festgestellt. Zwischen 1996 und 1998 streifte ein Einzeltier durch Brandenburg und 2012 tappte ein Goldschakal in eine Fotofalle im Nationalpark Bayerischer Wald.
(Quelle: Umweltministerium Hessen / 28.08.2015)


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