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Der Luchs im Landkreis Kassel (Teil 4)

 

Luchsbeauftragte im Landkreis Kassel
Landkreis Kassel

Haben Sie einen Luchs gesehen, eine „verdächtige“ Fährte entdeckt, ein gerissenes Wild- oder Nutztier gefunden? – Dann informieren Sie bitte eine(n) Luchsbeauftragte(n):

  • Wilfried Bettenhausen: 05671 – 92 56 79, Mobil: 0160 – 470 82 00
  • Petra Walter: 05541 – 95 33 05, Mobil: 0175 – 222 06 30
  • Reinhard Vollmer: 05692 – 9898-0

Mehr Informationen auf der Seite Luchshinweise melden.

Luchsvorkommen im Kaufunger Wald bestätigt

Mitte Juli 2014 lief bei Helsa (Landkreis Kassel) erneut ein Luchs durch den Sensorbereich einer Fotofalle. Da am frühen Morgen die Lichtverhältnisse noch schlecht waren, entstanden nur Infrarotfotos. Sie belegen die kontinuierliche Anwesenheit von Luchsen in diesem Teil des Kaufunger Waldes.

Luchs läuft durch Fotofalle im Kaufunger Wald, Foto 1 (Foto: Jürgen Goldmann) Luchs läuft durch Fotofalle im Kaufunger Wald, Foto 2 (Foto: Jürgen Goldmann) Luchs läuft durch Fotofalle im Kaufunger Wald, Foto 3 (Foto: Jürgen Goldmann)
(zum Vergrößern klicken)

Zweiter Reproduktionsnachweis

Im Oktober 2014 wurde bei Söhrewald (Landkreis Kassel) eine Luchsin mit drei Jungen gesehen. Der Beobachter konnte sich der Luchsfamilie bis auf 30 Meter nähern. Mit einem Mobiltelefon gelang es, die Mutter und einen der Jungluchse zu dokumentieren. Damit konnte im Erfassungsjahr 2014/15 zum zweiten Mal Luchsnachwuchs belegt werden.

Mutter und Jungluchs bei Söhrewald (Landkreis Kassel) (Videoausschnitt: Max Schilling)
Standbild aus einer Videoaufnahme (zum Vergrößern klicken)

 

Jungluchse fotografiert

Ebenfalls im Oktober 2014 gelangen Zufallsaufnahmen bei Nieste. Sie belegen eine Luchsin mit zwei Jungen. Ein Forstbeamter fotografierte sie in der Dämmerung aus 50 m Entfernung. Der dritte Reproduktionsnachweis im Erfassungsjahr 2014/15.

 

Luchskuder M8 auch im Landkreis unterwegs

Der Luchs M8, der in Niedersachsen mit einem GPS-Sender versehen worden war, hat sich im November 2014 mehrfach aus Hessen gemeldet. Das Luchsprojekt Nationalpark Harz hatte das männliche Tier am 22.10.2014 bei Fürstenhagen nahe der hessischen Grenze in eine Kastenfalle gelockt und besendert. Der vorjährige Luchskuder wog 19,5 kg. Er war bereits im Januar im niedersächsischen Teil des Kaufunger Waldes zum ersten Mal eingefangen worden. Da er damals für ein Senderhalsband noch zu jung war, wurde er nur mit einer blauen Ohrmarke markiert. Jetzt sendet er zweimal am Tag seine Position. Die Meldepunkte auf hessischem Boden lagen alle bei Oberweser im Landkreis Kassel. Mitte November 2014 ist M8 nach Norden weitergezogen. Im Januar 2015 wurde er im Hils geortet. Mehr zu M8 erfahren Sie beim Luchsprojekt Nationalpark Harz.

 

Ungewöhnliche Begegnung in der Söhre

Ende Februar 2015 hatte ein Jäger bei Söhrewald (Landkreis Kassel) eine Luchsbegegnung der besonderen Art. Um die Mittagszeit entdeckte er in 10 m Entfernung einen Luchs, der im Unterholz saß und keinerlei Aufregung zeigte. Schließlich kam das Tier auf 5 m heran, setzte sich vor den Jäger und schaute ihn an. Die Nahaufnahme zeigt einen Luchs ohne ausgeprägten Backenbart, der deshalb noch sehr „jugendlich“ wirkt. Kurze Zeit später zeigte sich auf einem Waldweg ein zweiter Luchs. Beide Tiere trafen sich dann im Unterholz und konnten gemeinsam fotografiert werden. Es ist daher zu vermuten, dass dort eine Luchsin mit einem vorjährigen Jungtier unterwegs war. Jungluchse sind um diese Jahreszeit nahezu ausgewachsen.

Luchs im Unterholz (Foto: Günter Vockenroth) Luchs auf einem Waldweg bei Söhrewald (Foto: Günter Vockenroth) zwei Luchse im Unterholz bei Söhrewald im Landkreis Kassel (Foto: Günter Vockenroth) (zum Vergrößern klicken)

Mitte März 2015 fotografierte der Jäger im selben Waldgebiet einen Luchs, der auf einer Wiese nach Mäusen Ausschau hielt. Das Tier saß nur wenige Meter neben der Landstraße. Die Aufnahmen wurden aus dem Auto gemacht. Der Luchs ließ sich davon nicht stören.

 

Luchsin F7 in Fotofalle

Die Luchsin F7 ist mittlerweile mehrfach in Hessen fotografiert worden. Nach einigen Zufallsfotos, die ihr Senderhalsband nur als dunklen Schatten erkennen ließen, lief sie im April 2015 auch durch den Sensorbereich einer Fotofalle, die im Rahmen des aktuellen Monitoring-Projekts im Landkreis Kassel installiert ist.

Das erwachsene Luchsweibchen war im Februar 2015 bei Staufenberg-Escherode (Niedersachsen) vom Luchsprojekt Harz mit einem Halsbandsender versehen worden. Escherode liegt im niedersächsischen Teil des Kaufunger Waldes und direkt an der Landesgrenze zu Hessen. Die gesendeten GPS-Daten belegten sehr bald, dass das Streifgebiet von F7 weit nach Hessen hineinreicht.

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©2017 Arbeitskreis Hessenluchs – Kontakt: Gerd Bauer – eMail: gerdbauer33@AOL.com – Tel.: 0611 - 84 65 43